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Martin Pohl - An den Grenzen der Malerei

7.7. – 5.8.2012

Kuratiert von: Valerio Dehò

Die Malerei Martin Pohls hat ihren Ursprung im „Postinformel“ der 60er Jahre, das auf der Suche nach dem Wesentlichen, auf Gestik und chromatische Reduktion bis hin zum Monochromismus basiert. Seine im Wesentlichen nicht-ikonische Kunst hat sich hin zu einer Malerei entwickelt, die sich auch mit dem Thema der Bildgrenze auseinandersetzt. In seinen Werken wurde das Betrachtungsverhältnis innerhalb des Bildes ausgearbeitet. Mit seiner Technik des breiten Spachtelstrichs hat er die Bedeutung des Malens als Gestus unterstrichen, sich dabei aber immer im Rahmen des nicht Figurativen oder an dessen Grenze bewegt.Die Serie der „Museen“ steht in einer realen Beziehung mit den Ausstellungsräumen, die der Künstler besucht und kennengelernt hat. Der Naturalismus in ihm ist angenommen, nicht dargestellt, auch wenn seine pinsellose Malerei Bezüge zu Landschaften, speziell zu den Bergen herstellt. Martin Pohls Malerei ist zeitgenössisch und trägt den Entwicklungen der letzten vierzig Jahre Rechnung. Sie beschreitet einen persönlichen Weg, auf dem die Erkennbarkeit der Welt, Himmel oder Berge zum Beispiel, lediglich einen Beitrag zur repräsentierten Idee darstellt und nie deskriptiv ist. Pohl modelliert die Farbe. Er tendiert stets zur Monochromie, um die Plastizität der Materie, auch durch das Einfangen des Lichtes, zu erhöhen. Nicht umsonst hat er Skulptur in Gröden studiert. Der Einsatz von heißem Wachs mit Pigmenten erinnert an eine Manualität, die der antiken Maltechnik der Enkaustik eigen ist. Der unmittelbare und mit großem Gestus geführte Farbauftrag verleiht seinen Arbeiten besondere Energie und Leuchtkraft.

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