Vielheit. Geschichten aus der postmigrantischen Gesellschaft

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18.6 – 24.9.2023

Anmeldung

Willem de Rooij, Bouquet IX, 2012 Courtesy Galerie Buchholz, Berlin/Cologne. Barbara Gamper, linguistic landscapes (how do we come together in our differences?). Courtesy the artist. Foto: Ivo Corrà
Haegue Yang, Woven Archi-Head in Six Folds – Accentuated Nature, 2018 Courtesy of Galerie Barbara Wien, Berlin Foto: Ivo Corrà
Rirkrit Tiravanija, untitled 2023 (neighbours), 2023 Courtesy of the artist Foto: Ivo Corrà
Ecaterina Stefanescu, Rooms (collage, religious icon), 2022 Courtesy of the artist Foto: Ivo Corrà

Mit Werken von
Bani Abidi, Sol Calero, Clément Cogitore, Pradip Das, Nicolò Degiorgis, Barbara Gamper, Nadira Husain, Pinar Öğrenci, Willem de Rooij, Ecaterina Stefanescu, Rirkrit Tiravanija, Haegue Yang and Želimir Žilnik

Kuratiert von
Jörn Schafaff

Ausgehend von Südtirol erkundet die Ausstellung Vielheit. das Zusammenleben in postmigrantischen Gesellschaften: Wie verändern sich Vorlieben, Gewohnheiten, Wahrnehmungen und Beziehungen, wenn Menschen mit unterschiedlichen kulturellen, sozialen, ethnischen und religiösen Hintergründen sich einen Ort miteinander teilen? Wo und wie wird sichtbar, was an Neuem entsteht? Welche Möglichkeiten und Anforderungen leiten sich daraus ab? Mit Beiträgen lokaler und internationaler Künstler*innen untersucht die Ausstellung, was es bedeutet, gesellschaftlichen Wandel jenseits einfacher Konzeptionen von Zugehörigkeit zu denken.

Vielheit ist dafür ein möglicher Begriff. Er bezeichnet eine in sich uneinheitliche große Anzahl von etwas – also eine Mannigfaltigkeit, die trotz der Unterschiede doch zusammen gedacht werden will. Die zeitgenössische, postmigrantische Gesellschaft ist heterogen und diese Tatsache bildet die anerkannte Grundlage gesellschaftlicher Aushandlungen. Migration erscheint dabei als ein dynamischer Prozess, der alle Bereiche der Gesellschaft betrifft.

Die künstlerischen Beiträge der Ausstellung regen dazu an, über Vielheit als Möglichkeitsraum, aber auch als Herausforderung nachzudenken. Im Blickfeld steht dabei nicht zuletzt, was die Migrationsforscherin Regina Römhild „heterotopische Momente von Konvivialität“ genannt hat: jene vielen kleinen Ereignisse gelingenden Miteinanders, die der populistischen Stigmatisierung von Migration und ihren Folgen entgegenstehen. Als integraler Bestandteil des Projektes lädt das Vermittlungs- und Veranstaltungsprogramm dazu ein, gemeinsam mit Künstler*innen, Wissenschaftler*innen und Aktivist*innen die Zukunft des gesellschaftlichen Zusammenlebens in der Region zu erörtern.

Haircuts With Attitude – Filippo Contatore und Gäste

An insgesamt vier Donnerstagen im Juni und Juli lädt Kunst Meran Merano Arte zu „Haircuts With Attitude“ ein, einem fiktiven Friseursalon mit realem Programm in der Meraner Innenstadt. Bei Drinks und Musik schneidet der Künstler Filippo Contatore seinen Gästen die Haare und spricht mit ihnen über Fragen kultureller Identität

Idee und Konzept: Jörn Schafaff, in Zusammenarbeit mit Filippo Contatore

Ort: Theaterplatz 11; 39012 Meran
Freier Eintritt

Wavelengths: Notes on Attunement
22.6., 18 – 21 h
Performative haircutting chat
Gast: Rosalyn D’Mello (Schriftstellerin, Kunstkritikerin)
in englischer Sprache

MEIN Raum, il NOSTRO spazio, and US within
29.6., 15 – 18 h
Performative workshop
Von und mit Anna Gabrielli (Kulturpädagogin) & Sabine Ladurner (Schauspielerin)
Für Jugendliche zwischen 11 und 16 Jahren

Die Barbiere von Brixen und andere Geschichten
6.7., 18 – 21 h
Performative haircutting chat – Screening
Gast: Claudia Lintner (Fakultät für Bildungs wissenschaften, Freie Universität Bozen)
Film: Federico Scienza & Manuela Boezio, Heutzutage –
Zwölf Geschichten (52 min., 2023)

Hairstylist Special
13.7., 18 – 21 h
Haircutting Workshop für alle
Gast: Ebrima Ceesay (Friseur)